Die Saison ist eröffnet!

Endlich! Der Winter ist offiziell vorbei, denn wir haben heute die Grill-Saison eröffnet!
Wir LIEBEN Grillen!
Zu Linella´s Geburt vor fast 9 Jahren haben wir einen Weber-Kugelgrill geschenkt bekommen. Seit dem ist er im Sommer fast täglich im Einsatz.
Wenn das Grillen extrem schnell gehen muss, weil man kurz vor dem spontanen Hunger-Tod ist, haben wir uns vor ein paar Jahren einen Weber Gasgrill dazu gekauft. So ein kleiner.
Den haben wir gekauft, da war definitiv die Grill-Saison vorbei. Ich glaube, deswegen war er damals auch günstiger. Jedenfalls sind wir Sommer- und Schön-Wetter-Griller. Das arme kleine Ding wollte aber sofort ausprobiert werden. Wetter war aber mies. Grillhunger und Freude über das Teil sehr groß.
Was macht man da also? Genau, man grillt einfach in der Bude. In unserer alten Wohnung. Am offenen Fenster. Grill an, Fleisch drauf. fertig.
Alle zufrieden.

Heute haben wir also die Saison eröffnet. Meine Eltern waren ja noch da und wir haben gestern Fleisch, Würtchen, Salat, Maiskolben und Saucen besorgt.
Und los ging´s!
Allerdings haben wir drinnen gegessen, war dann doch etwas zu frisch noch.
Meine Mutter war ja 1 ganze Woche hier und hat jeden Tag mittags und abends für die Kinder und uns gekocht. Und zwar nur die feinsten Sachen.
Ich habe mich brav an´s zuckerfrei gehalten (ok, einmal gab´s Armer Ritter, da konnte ich nicht widerstehen!). Allerdings war ihr Essen viel, lecker und viel. Und lecker.
So hab ich in der Woche täglich zu viel gegessen und zu viel gefuttert. Manchmal auch etwas zuviel gespachtelt und gestopft. Und gemampft natürlich!

Deswegen: SPORT! (Und Ende der Fresserei, sie ist vorhin abgereist).
Habe mich heute Nachmittag mit meiner Freundin im Fitness-Studio getroffen. Unser Plan, den wir seit Wochen schon hegen: ZUMBA. Jeder spricht davon. JEDER liebt es und geht ständig hin! Ich hab das Gefühl, daß es ein Leben ohne Zumba nicht mehr gibt. Ist das die neue Sport-Droge?
Eine Freundin von mir geht seit Wochen 3-4x pro Woche hin! Sie steht sonntags extra wegen Zumba früh auf!
Im Fernsehen habe ich beim Durchzappen mal eine Werbung für eine Zumba-DVD gesehen. "Zumba is great! I love it! It changed my life..." Blabla, dachte ich. Aber dann hörte ich wirklich von allen Seiten, daß das SOOO toll sein muss!
Meine Kollegin erzählte ebenfalls vor Wochen von Zumba. Sie geht wöchentlich in einen völlig überfüllten Raum, manchmal sei es so voll, daß man sich gar nicht wirklich bewegen könne. "Ich gehe da auch mal hin und schau mir das an", sagte ich ihr vor bestimmt 3 Monaten. Und jeden Montag fragt sie mich auf´s Neue, ob ich sonntags in Zumba gewesen sei. "Nein, ist was dazwischen gekommen." Jedes Mal.

Gestern bei der Ballettaufführung sagte die Leitung der Schule, daß sie jetzt auch Zumba anbieten und das würde "ordentlich die Post abgehen".

Also haben wir heute unseren Plan endlich mal umgesetzt und sind hin.
Erst 20 Minuten Cross-Trainer, dann 55 Minuten BBP. Danach habe ich kurz überlegt, ob ich überhaupt noch eine Stunde Zumba-fähig bin. Wr wollten das durchziehen. Weil wir ja Kämpferinnen sind.
In der BBP-Stunde waren etwa 15 Frauen. Nach der Stunde gab es 5 Minuten Pause in dem Raum und dann sollte Zumba los gehen.
Wir brachten unsere Sportgeräte (so ein komisches Reebock-Teil, das aussah wie ein Expander, aber genutzt wurde wie das Thera-Band) in den Nebenraum und kamen zurück an unseren Platz. Innderhalb dieser paar Sekunden, die wir dem Raum unseren Rücken zugedreht hatten, hatte sich der Raum mit neuen gefühlten 40 Leuten gefüllt.
So standen nun also ca. 55 Frauen (und 3 Männer) in dem Raum und freuten sich auf Zumba. SOOO viele hatte ich wirklich nicht erwartet. Schließlich war draußen ja bestes Frühlingswetter. Wieso sind die alle hier und nicht beim Radeln oder spazieren? dachte ich.
Egal. Los ging´s.
Kurze Einweisung für die neuen (uns) und Party-Mucke an! Volle Lautstärke!
Aufwärmphase (ich war ja schon gut erwärmt nach dem BBP) zu tollen Rhytmen, Schrittfolgen, Armwedelein dazu.
Nach wenigen Minuten war mir klar, daß meine Vorfahren definitiv KEINE Latinos gewesen sind. Auch alle hinter und neben mir wussten es schlagartig. Ich konnte noch nie schnell dem Trainer etwas nachmachen, geschweige denn mit den Armen was anderes als mit den Beinen machen. Und erst recht nicht bei dem Zumba-Tempo, das echt ordentlich war! (Vor Jahren bin ich mal bei einer Step-Einsteiger-Stunde von dem Teil gefallen. Voll Kanne. Und habe meine Step-Karriere sofort beendet).
Also hab ich mit den Armen gerudert, mit den Füßen getanzt, versucht, die Hüfte zu wackeln und dabei niemanden zu verletzen. Auch mich nicht.
Und, ich hab´s geschafft! Und dabei SOOOO einen riesen Spaß gehabt! Obwohl ich ziemlich schlimm dabei ausgesehen haben muss. Aber es war echt lustig! Und krass anstrengend!
Ich habe echt noch nie sooo doll geschwitzt wie in dieser Stunde!

Nachdem wir also unsere erste Zumba-Stunde überlebt haben, ist uns erst aufgefallen, daß wir sage-und-schreibe 125 Minuten gesportelt haben! WOW. Das hätte ich nie gedacht! Lustig war´s. Anstrengend und schnell. Lange auch. Und toll.

Wieder daheim schnell die Kinder ins Bett verfrachtet (mein Mann hatte schon gekocht und sie haben geduscht, also 50% von ihnen haben geduscht), dann ab in die Küche und für meinen Kollegen Geburtstagsmuffins für morgen gebacken. Er hatte vor Monaten mal meine Donauwelle gegessen und seit dem bereits mehrmals gesagt, daß sie ihm so gut geschmeckt hatte. Der kleine Wink mit dem Betonpfeiler...
Also mach ich ihm Donauwellen-Muffins, dachte ich mir.

Für 12 Muffins:
125 g weiche Margarine oder Butter
125 g Zucker
125 g Mehl
2 Eier
1 Tütchen Vanillezucker
1 1/2 TL Backpulver
1 EL Milch
Für den dunklen Teig (nur die Hälfte nehmen) 1 EL Kakaopulver und 1 kleiner Schluck Milch

ein paar Schattenmorellen, gut abgetropft
Für die Buttercreme:
75 g weiche Butter
1 Packung Vanillepudding, nach Anleitung kochen und abkühlen lassen

Alle Teigzutaten zu einem glatten Teig verarbeiten.
Papierbackförmchen in das Muffinblech geben und einen Kleckser hellen Teig darin verteilen (etwa die Hälfte des Teiges). Den restlichen Teig mit Kakaopulver dunkel färben und auf den hellen Teig geben. Nicht mehr als 2/3 füllen. Auf jeden Muffin ein paar Schattenmorellen geben.
Bei 180° (Umluft) im vorgeheizten Ofen 15-20 Minuten backen.
Garprobe mit einem Holzpiekser, es darf kein roher Teig mehr am Piekser kleben bleiben.
Die Muffins erst in der Form kurz abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stellen und vor der Weiterverarbeitung komplett abkühlen lassen.

Buttercreme: Vanillepudding nach Anleitung kochen und abkühlen lassen. Mir kam das ziemlich viel vor, deswegen habe ich etwa die Hälfte für die Kinder in Puddingförmchen getan und nur den restlichen Teil für die Creme genommen. 
Die Butter vorsichtig erhitzen, daß sie flüssig wird. Etwas abkühlen lassen und mit einem Schneebesen unter den Vanillepudding rühren. So lange rühren, bis eine cremige Masse entsteht. Die Creme auf den Muffins verteilen und kalt stellen.

Wenn die Creme erkaltet ist, etwas Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und vorsichtig über der Buttercreme verteilen. Wieder kalt stellen, damit sie fest wird. 

Da ich meinen Abend nun in der Küche verbracht habe,habe ich leider den Tatort verpasst. Aber was tut man nicht alles für die lieben Kollegen. Und ich bin mir sicher, daß ich irgendwann mal etwas von ihm brauche, als sind die Muffins auch kleine Bestechungs-Muffins. Aber pssssst, nicht weiter sagen!

Kommentare

  1. yummy :-) und Respekt für das lange Sporteln ^^

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  2. Wow, du hast ich gerade echt motiviert, auch mal Zoomba auszuprobieren!!!!!
    Toll, dass ihr so lange durchgehalten habt, dann durftest du dir bestimmt einen von diesen
    super lecker aussehenden Donau Muffins gönnen!!!!
    Wünsche dir ein tolles Wochenende,
    Kiki

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  3. Endlich mal wieder grillen.. da muss jetzt aber erst wieder die Sonne scheinen :)

    LG
    Alex

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