Partyvorbereitungen Part I

Vor ein paar Tagen ist mir plötzlich aufgefallen, daß ich ja schon bald Geburstag habe. In einem Monat. Also, ein Monat minus ein paar Tage jetzt.
Was mache ich? wie möchte ich feiern, wen lade ich ein, welches Thema, und WAS KOCHE ICH?

Nach genau 2 Minuten stand fest: ich feiere eine große Asia-Party. Groß. Mit ca. 35 Gästen. Ist doch groß, oder?
Ich finde 35 Gäste ne große Party. Hoffentlich spielt das Wetter mit, denn so alle in der Bude wird dann schon etwas eng.
Also eine Asia-Party. Mit der leckeren Thai-Suppe von Tim Mälzer, die ich letztens gemacht habe. Dann diverse Leckereien von denen ich die Rezepte meiner Mutter noch benötige (vielleicht kommt sie auch her und hilft mir). Jauzte zum Beispiel. Kennt Ihr nicht? Das sind chinesische Dumplings, oder auf Deutsch: chinesische Maultaschen. Die macht meine Mutter immer nach dem Rezept ihrer Mutter, die ja Chinesin war.
Dann gibt´s noch Bautze. Davon habe ich vorhin ein Foto auf Facebook gepostet und alle waren sehr verwundert und daran interessiert! Bautze sind etwa wie Dampfnudeln, gefüllt herzhaft mir Hackfleisch oder süß mit Kokospaste oder süßer Bohnenpaste. Wir haben die Bautze immer als Kinder gegessen, als wir in der Botschaft zum chinesischen Neujahrsfest waren. Lustig, oder, früher als es noch nicht so viele Chinesen in Deutschland gab, wurde meine Oma immer eingeladen. Das waren immer die tollsten und leckersten Feste!
So schauen Bautze aus.
Ich war heute nämlich im Asia-Markt und habe mich umgesehen, was es da alles gibt, ob es Deko-Kram gibt, den ich gebrauchen kann. Dabei habe ich im TK-Regal die leckeren Teile entdeckt. Ich denke, ich werde ein paar süße Bautze kaufen und sie den Gästen zum Nachtisch servieren. Ok, nicht selbst gemacht, aber es wird schon noch genug andere Köstlichkeiten geben, die aus meinen Töpfen und dem Ofen kommen. Da darf man doch eine Kleinigkeit aus dem TK kaufen, oder?

Für die Party habe ich mir als Deko chinesische Zeitungen ausgedacht. Haha, was ne super Idee, oder? Meine Kollegin war so lieb und hatte mir letzte Woche eine Zeitung mitgebracht, die ich für Blechdosen (ich werde in den nächsten Wochen Mais, Champignons etc. aus der Dose verfüttern) brauche. Wie das Endergebnis dann ausschaut zeige ich Euch natürlich. Dauert aber noch.

Dann möchte ich vietnamesische Frühlingsrollen machen. Die werden in rundes Reispapier gewickelt und nicht gebraten. Einfach so kalt gegessen. Und SO lecker!
In Köln gibt es ein Restaurant, in dem ich mich jedes Mal wenn ich dort bin mit meiner Freundin treffe. Dort gibt es diese Frühlingsrollen zum selber machen. Mit Nudeln, Fleisch und Eisbergsalat. Und ganz wichtig: frischer Minze und Sojasprossen. Dann ein paar gehackte Erdnüsse dazu alles zusammen rollen und fertig. Wahnsinnig gut!

Mehr zu meiner Party in den nächsten 4 Wochen :-)

Gestern waren die Kinder einkaufen. Ich habe sie gefragt, was sie am Wochenende essen wollen und ihnen erlaubt mit ihrem kleinen Einkaufswagen alleine durch den Supermarkt zu laufen und einzupacken, was sie kochen wollen.
Das Ergebnis:
Was kann das wohl sein, fragt Ihr Euch jetzt. WAS wollen die Kinder da kochen?
SUSHI! Meine Kinder, besonders der Wusi, lieben Sushi! Immer, wenn meine Mutter kommt, bringt sie meinem Wusi Sushi mit. Im Kindergarten, wenn man ihn fragte, was er gerne isst hat er immer Jushi gesagt, weil er das S nicht sagen konnte.
Am Geburtstag dürfen die Kinder sich immer wünschen, wo wir essen gehen und der Wusi wünscht sich immer das Running Sushi.
Einmal habe ich den Fehler gemacht und kein All you can eat Sushi für die Kinder bestellt und jeder hat 7-9 Teller gegessen, die ich dann einzeln zahlen musste. All you can eat wäre da günstiger gewesen :-)

Ich schweife ab.... Wir haben also Sushi gemacht. Ich habe den Reis gekocht und als er abgekühlt war, durften die Kinder sich ihre Sushi selber rollen. Hat auch ganz gut geklappt.
Und das Schönste nach so einem Selber-Kochen: sie essen tatsächlich nur das, was sie auch wirklich mögen, sonst würden sie es ja auch nicht kochen.
Ich habe für meinen Mann und mich auch ein paar Sushis gemacht und alle waren glücklich!

Und was macht man, wenn man am Abend zuvor zu viel gefuttert hat? Richtig: Sport. Der Stadtlauf steht ja an und meine Linella möchte die 5 km diesmal laufen. Die letzten beiden Jahre hat sie beim Kinder-Lauf mitgemacht und ist 2 km gelaufen. Dieses Jahr die Erwachsenen-Strecke.
Ich habe ja schon vor ein paar Wochen (haha) mit dem Training angefangen. Mehr schlecht als recht, wenn ich ehrlich bin.  Das musste ich heute jedenfalls fest stellen.
Bisher hab ich mein Ründchen ganz gut geschafft. Ca. 3 km bin ich immer gelaufen, je nach Wetter 1-2x pro Woche. Manchmal auch weniger, schließlich kann man bei jeder Witterung eine Ausrede finden :-)
Und dann heute mit Linella. Wir haben uns mit ihrer Freundin und ihrer Mutter getroffen und sind einen Rundweg durch den Wald gelaufen. Ich nach kurzer Zeit knallrot im Gesicht, konnte nicht mehr reden, schnaufte ganz schön rum. Und die beiden Mädels? Laufen vor uns Müttern her und labern und quatschen und quasseln.
Nach Runde 1 (2,4 km) keine Müdigkeit beim jungen Gemüse, also noch ne Runde.

Da sind die Mädels also (untrainiert) gleich mal ohne mit der Wimper zu zucken 4,8 km gelaufen! Und echt, ohne groß aus der Puste zu sein!
Neben Stolz (hab ich ne tolle Tochter) fühlte ich natürlich auch Scham. Weil ich bei weitem nicht so fit bin. Und gelobe Besserung. Schließlich will ich beim Stadtlauf ja gut ins Ziel kommen....
Abends kam dann meine Freundin vorbei und wir haben eine DVD runter geturnt. War ganz lustig aber auch ganz schön anstrengend. Hatte die DVD vor ein paar Tagen mal geturnt und konnte mich vor lauter Muskelkater kaum die Treppen hoch bewegen.
Nach der DVD haben wir dann auf Youtube ein Zumba-Video angeschaut und versucht uns dazu zu bewegen. Hatte ich nicht vor ein paar Wochen schon erzählt, daß ich im Fitness-Studio mal so eine Zumba-Stunde gemacht habe und kläglich versagt habe? Musste vor gefühlten 50 anderen Leuten feststellen, daß meine Eltern definitiv keine Latinos sind!
Jedenfalls sind wir vor dem Fernseher rum gehoppelt als mein Mann an der Türe vorbei ging. Mann, hat der geschaut! Das muss aber auch ein bekloppter Anblick gewesen sein...

Achso, bevor ich es vergesse: am Donnerstag hatte ich ja eine Tarte au Citron für meine Geburtstags-Kollegin gebacken. Und die war sooo lecker! Und sooo einfach!

Vor ewigen Jahren hatten wir beide, also meine Kollegin und ich, mal über unser Französischbuch geredet. Da stand nämlich ein Rezept drin für eine Tarte au Citron und ihre Lehrerin hatte damals eine gebacken und ich hatte eine für meine Klasse gebacken. Lustig, oder? Damals habe ich schon für andere gebacken. Warum bin ich nicht Konditorin geworden? Hätte ich mal tun sollen....
Jedenfalls haben wir über die Tarte gesprochen. Und in den letzten Wochen hat sie immer und immer wieder wiederholt, daß sie ja bald Geburtstag hat.
Und so habe ich ihr die Tarte eben gebacken!
 
Tarte au Citron
Für den Teig:
150 g Mehl
75 g Butter
1 Prise Salz
1 EL kaltes Wasser
Für die Creme:
3 Zitrone(n), unbehandelte
3 Eier
150 g Zucker
75 g Butter
Fett, für die Form
400 g Hülsenfrüchte zum Blindbacken
1 Zitrone(n), unbehandelte, in Scheiben

Für den Teig Mehl in eine Schüssel geben, kleingeschnittene Butter, Salz und Wasser zufügen, gut durchkneten, in Folie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Backofen auf 220 Grad vorheizen. Eine Tarteform (22 cm Durchmesser) ausfetten. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche flach ausrollen und in die Form legen, gleichmäßig mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken, die Hülsenfrüchte einfüllen. Auf der untersten Schiene etwa 15 Minuten vorbacken. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und weitere 15 Minuten backen und bräunen lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Für die Creme die Zitronen heiß waschen, abtrocknen und die Schalen fein abreiben. Alle Zitronen auspressen. Die Eier in den Topf geben und zusammen mit dem Zucker gut verquirlen. Zitronenschale und –saft zufügen und gut umrühren. Die Butter würfeln und ebenfalls in den Topf geben. Alles bei schwacher Hitze unter ständigem Rühren mit einem Schneebesen zum Kochen bringen, bis die Creme andickt. Etwa 2 Minuten weiterkochen lassen, dabei gut umrühren. Dann die dickflüssige Creme auf dem Tarteboden glatt streichen. Mit Zitronenscheiben dekorativ garnieren. Die Tarte bei Zimmertemperatur mindestens 1 Stunde abkühlen lassen, dann servieren.
Arbeitsaufwand: 30 Minuten; Back- und Kühlzeit des Teiges je 30 Minuten 

Mitten während dem Backen habe ich dann allerdings festgestellt, daß ich ja überhaupt keine Tarte-Form habe! Wie kann denn sowas sein, dachte ich. Schließlich habe ich doch sonst alles, was man zum Backen braucht! Teilweise in doppelter Ausführung.... Nur keine Tarte-Form. Dabei gab´s doch erst letztens so schöne bei Tchibo, wo man den Boden ganz einfach raus nehmen konnte. Davon habe ich mir ja die kleinen Tartelette-Formen gekauft.
Nach kurzer Recherche im Internet und im Tchibo-Laden musste ich leider fest stellen, daß es dort auch keine mehr gibt. Mist. Hiermit wünsche ich mir also eine zum Geburtstag. Falls das jetzt jemand liest.

Jetzt aber ins Bett! Nächste Woche kann ich dann endlich meinen Beitrag für Post aus meiner Küche schreiben. Bin schon so gespannt auf das Päckchen, das zu mir kommt! Macht Ihr auch mit?

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