Frankreich – Familien-Urlaubsbericht


Nachdem sich vielleicht nicht jeder hier für die Köstlichkeiten Frankreichs interessiert, sondern lieber wissen möchte, wo man mit Kindern toll Urlaub machen kann, folgt nun mein 2. Urlaubsbericht für Familien.

Meine Freundin Micky und ihr Mann Patrick haben ein kleines Haus am Genfer See, auf der französischen Seite, in Port Ripaille.
Das Häuschen liegt direkt am See, an den Garten grenzt ein Bootssteg, wo unsere Freunde ein Motorboot, ein motorisiertes Schlauchboot und zum Vergnügen der Kinder ein Tretboot hatten. Eigentlich war aber jedes Boot zum Vergnügen der Kinder da  :-)
Wir waren insgesamt 12 Personen in dem kleinen Haus, 3 Familien mit je 2 Kindern zwischen 4 und 10 Jahren. Erstaunlicherweise gingen nur 2 Gläser kaputt (eins davon habe ich nach dem Spülen zerschlagen…nach dem Spülen!) und die Kinder und Erwachsenen kamen fast ganz ohne Streit aus. Hin und wieder gab´s mal Zank unter den Geschwistern, aber nicht schlimm.
Wenn alle schön brav waren, gab esvor dem Duschen immer eine Belohnung: Von der Mole hopsen. Allerdings nur unter Aufsicht.
Die Kinder waren den ganzen Tag schwer beschäftigt. Der Bootssteg war ja direkt hinter dem Haus. Mit Schwimmwesten durften sie alleine in der Lagune zwischen den anderen Häusern und Bootsstegen herum fahren, die großen durften alleine mal an den kleinen Kiesstrand, der direkt vor dem Haus lag.
Einen Pool gab es auch, sie konnten Roller oder Rad fahren, Ball spielen oder die immer hungrigen Enten füttern.

Wir hatten diverse Gesellschaftsspiele dabei, ein paar DVDs für abends, di wir aber nur am vorletzten Abend aus dem Koffer holten.
Leider mussten wir an einem Tag den Notarztrufen, da Paul vom Klettergerüst fiel und schlimme Schmerzen am Rücken hatte. Innerhalb kürzester Zeit waren die Sanitäter und der Notarzt da, nahmen ihn mit Halskrause mit ins Krankenhaus. Nach diversen Untersuchungen konnte zum Glück Entwarnung gegeben werden, und Paul durfte wieder heim.
An einem Tag sind wir alle mit dem Motorboot an einen Strand gefahren, ca. 25 Minuten von Port Ripaille entfernt. Wir warfen den Anker aus und warfen unsere Taschen in das kleine Beiboot, mit dem wir an Land paddelten. Die Kinder schwammen an Land. Ich thronte im Boot und kam mir vor wie eine Königin, die keine nassen Füße bekommen sollte.
Mit dem Boot konnte man aber auch prima Wasserski fahren, aber auch einen Slider anbinden und damit über den See brausen. Das war natürlich der größte Spaß für die Kinder!

Ein Nachbarort von Port Ripaille ist Evian. Deswegen hatten wir auch bestes Leitungswasser!
Wir sind 2x mit dem Boot hin gefahren, die Kinder fanden es ganz toll, in eine andere Stadt zu fahren und im Hafen mit dem Boot anzulegen. Bei ihrem ersten Landgang waren sie mit den Vätern unterwegs, was man meines Erachtens auch sieht.
In Evian gab es eine Wasserfontäne, durch die man laufen konnte und sich gegenseitig nass spritzen konnte. Das war natürlich ein riesiger Spaß für alle!Aber auch so ist Evian en hübsches kleines Städtchen.
Gert hatte seine Angel dabei und nachdem er tagelang umsonst an der Mole angelte, hatte er am letzten Tag direkt am Ufer Glück, zur großen Freude der Kinder. Die Fische waren allerdings zu klein, um sie zu essen, daher landeten sie wieder im See. Vielleicht holen wir sie nächstes Jahr noch mal raus, dann könnten sie einen satt machen.
Damit es den Männern auch nicht zu langweilig wird, durften sie nebenbei das Holzdeck am Steg reparieren. Als sie fertig waren, stellten wir unseren Tisch dort hin und konnten direktam Wasser essen. Wunderbar!
Nach einer wirklich super entspannten Woche, in der wir Mädels viel Zeit zum Ratschen und lesen, aber auch lachen und essen hatten, die Männer Spaß beim Boot fahren und Holzdeck erneuern hatten und die Kinder den größten Spaß von allen hatten, mussten wir gestern dann leider die Heimreise antreten. 7 Stunden Autofahrt lagen vor uns. Und alle anderen hatten für die Kinder DVD-Player im Auto, nur wir nicht. Bisher sind wir ganz ohne ausgekommen, die Kinder wussten ja nicht, was ihnen entgeht… Nur jetzt haben sie es natürlich bei den anderen gesehen und wollten unbedingt und sofort auch einen DVD-Player fürs Auto haben. Da war das Gequengel auf der Heimfahrt natürlich groß… Mein Mann hat heute früh noch vor dem Frühstück einen bestellt, der dann für die nächste Reise nach Österreich nächste Woche hoffentlich einsatzbereit ist. Puh.

Kommentare