Frankreich – kulinarischer Urlaubsbericht


Nach ewigen Jahren war ich nun endlich mal wieder in Frankreich
Ich liebe dieses Land, während meiner Schulzeit war ich mit meinem damaligen Freund in allen Ferien in Paris bei seiner Oma. 
Direkt nach dem Abitur bin ich dann für 4 Monate an der Atlantikküste auf eine Sprachschule gegangen und habe dort die Sprache und die Lust am Leben gelernt, und leider auch meine Liebe zu französischen Süßspeisen entdeckt.
Nach meiner Ausbildung habe ich 3 Monate lang in dem 5-Sterne Hotel „Le Meurice“ in Paris gearbeitet, danach hat es mich nur noch 5x für Kurztrips, meist beruflich, nach Paris gebracht. Dabei ist Paris meine Lieblingsstadt!
Nächstes Jahr fahre ich mit meiner Familie hin, das habe ich meiner Tochter versprochen. Die möchte doch unbedingt „meine“ Stadt kennen lernen. Süß!

Na, jedenfalls war ich nun nach jahrelangem Fernweh endlich wieder in Frankreich.
Freunde haben ein kleines Haus am Genfer See, in Port Ripaille, einem Nachbarort von der bekannten Evian-Quelle. Da kam das gute Wasser direkt aus dem Wasserhahn!
Wir kamen spät abends an, meine Freundin Micky hatte eine Kleinigkeit für uns auf den Tisch gestellt, da wir noch nicht zu Abend gegessen hatten. Baguette, Käse, Paté. Dazu ein kühles Bierchen. Schön! Der Urlaub kann beginnen!
In der Nacht kamen weitere Gäste an, insgesamt waren wir und 3 Familien mit jeweils 2 Kindern, also 12 Personen. In einem kleinen Reihenhäuschen.

Nach dem Frühstück (die Männer hatten Baguettes und Croissants gekauft, mussten dafür mit dem Boot in den Nachbarort fahren, da wollten natürlich sofort alle Kinder mit), ging es dann erst mal gemütlich in den Supermarkt.
Ein Supermarkt in Frankreich lässt sich ja nicht mit einem Supermarkt in Deutschland vergleichen. Er ist mindestens 4x so groß, die Obst- und Gemüseabteilung ist in etwa so groß, wie bei uns ein ganzer Supermarkt.
Hier gibt es alles! Und so frisch! Überall sieht man tolle, leckere Sachen, man kann sich kaum entscheiden, bei dem großen Angebot.
 
Ich verstehe echt nicht, wie die Franzosen alle so dünn sein können…mein Untergang ist ja das Angebot an Süßspeisen.
Meine beiden Freundinnen Micky und Silke haben uns eine Packung Vanille-Eclairs gekauft. Die wir noch auf dem Parkplatz geöffnet und genussvoll und geräuschvoll verspeist haben. Ohhhhh, mmmhhh, war das lecker! Nach diesem oralen Orgasmus (ich muss es tatsächlich so nennen!) kamen wir völlig entspannt und glücklich zu unseren Lieben zurück. 
Ich habe mir ein frisches Baguette gekauft und eine Packung mit Rillettes, das liebe ich so sehr! Ich hab´s direkt im Stehen in der Küche aufs Brot geschmiert und gegessen, ohne Teller, weil ich es so eilig hatte!
Mittags haben wir den Kindern Jogurt, Obst und Müsli gegeben. Die waren ja immer so schwer beschäftigt und hatten eigentlich keine Zeit, um mal eine kurze Ess-Pause zu machen. 

Was sie den lieben langen Tag so getrieben haben, könnt Ihr in meinem zweiten Urlaubsbericht lesen.
Wegen der Köstlichkeiten, die wir abends und morgens essen wollten, dachten wir Mädels, sei es nicht verkehrt, mittags nur etwas Obst und Joghurt zu essen.
Frankreich verführt….
Abends haben wir dann immer gemeinsam gekocht oder eine französische Brotzeit, die diesen Namen eigentlich nicht verdient, da sie eine ausgewachsene Köstlichkeit ist, gegessen. Frisches Baguette, Oliven mit viel Knoblauch eingelegt, Paté, Foie Gras, Rillettes, Schinken und 3 verschiedene Käse, die einer schlimmer als der andere gestunken habe, aber allesamt so wahnsinnig lecker waren! Dazu gab es Tomaten und etwas Salat. Herrlich!
Eines Abends hat uns Gert ein rumänisches Gericht gezaubert: Mici. In etwa gegrillte Frikadellen mit viel Knoblauch gefüllt. 
Einen anderen Abends gab es ein Duo an Risotto. Eins mit braunen Champignons, und eins mit Zucchini.
Oder Nudeln mit einer Ricotta-Tomaten-Sauce. Aus schwarzen Tomaten, die ich vorher noch nie gesehen hatte.
Und Flammkuchen mit Tomate-Mozzarella. Nicht wirklich typisch französisch, aber trotzdem super lecker!

Und jedes Mal, wenn wir Mädels im Supermarkt waren, haben wir uns leckere Eclairs gekauft, für die Männer natürlich auch, aber wir haben sie mit besonderem Genuss gegessen.
Für unser gemeinsames Nachtreffen haben wir dies hier gekauft: Macarons-Backmischungen. Mal sehen ob die was sind….
An einem Abend waren wir lecker essen, zum Aperitif gab es einen Rosé-Pampelmousse, den wir uns am nächsten Tag gleich flaschenweise im Supermarkt gekauft haben. Ein leckeres Zeug!
Jetzt denkt bitte nicht, dass wir alle Alkoholiker sind, weil wir ziemlich oft, recht früh und in größeren Mengen als daheim Alkohol getrunken haben. So ist es nur im Urlaub, wirklich!
Mittags als die Männer mit den Kindern beim Bootfahren waren und wir gemütlich am Steg saßen und uns unterhalten haben, gab´s einen kleinen Campari-O. Oder ein Bierchen, das extrem lecker ist: Panaché, eine Art Radler. Allerdings in einer 0,25 l Flasche. Nach einer Woche war der Glascontainer der Ferienanlage dank uns 6 ziemlich voll….
Doch irgendwann ist der schönste Urlaub vorbei, und es heißt Abschied nehmen. Aber nicht, ohne noch einmal in Ruhe durch jeden Gang des Supermarktes zu schlendern und Köstlichkeiten zu kaufen, die es bei uns leider (oder zum Glück!) nicht gibt.
Nächstes Jahr wollen wir unbedingt wieder nach Frankreich, wenn wir Glück haben, laden Micky und ihr Mann uns noch mal ein. Doch dann machen wir einen Umweg über Paris. Das ist versprochen!

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