Das Jenke-Experiment und unser Fleisch-Konsum.....

Montag Abend habe ich mir das Jenke Experiment auf RTL angesehen. Nachdem wir die leckere Tofu-Bolognese gegessen hatten. Zum Glück, eine normale Bolognese wäre mir spontan wieder hoch gekommen!

Den Anfang der Sendung habe ich leider verpasst, weil wir noch Besuch hatten, aber das, was ich gesehen habe, reicht vollkommen aus um nochmal über unseren Fleischkonsum nachzudenken und etwas zu ändern. Mittlerweile habe ich mir allerdings die komplette Sendung im Internet angesehen.

Es ging um Massentierhaltung, den Transport von 1800 Ferkeln, die auf 4 Ebenen eingepfercht über 6 Stunden lang in einem LKW zu einem Mastbetrieb gekarrt wurden. Stress pur. Ob da überhaupt alle lebendig ankommen? Es hieß zwar, daß die Tiere trinken könnten, aber ich habe kein Wasser da gesehen.....

Es wurde erschreckenderweise auch aufgezeigt, daß Hühner, die als Mastbetrieb-Küken zusammen mit Bio-Hühnern lebten sich die Hälfte mehr angefressen haben als die Bio-Hühner. Die Mast-Küken sind also genetisch so hergezüchtet, daß sie schnellstmöglich fett, groß und schwer werden, auch wenn sie unter denselben Bedingungen gehalten werden wie ein Bio-Huhn. Genetisch so vorprogrammiert, daß sie trotz der besseren Haltungsbedingungen gar kein glückliches Huhn sein können, weil sie zu schwer sind um ordentlich durch die Gegend zu laufen. Die liegen nur rum weil ihre Beinchen ihr eigenes Gewicht nicht tragen können, haben kahle Stellen im Federkleid, weil die Federn nicht schnell genug mitwachsen. Sie haben auch im Bio-Betrieb keine schöne Zeit. Was man mit Gentechnik alles beeinflussen kann!

Ich glaube, das einzige, was ich im Moment tun kann ist unseren Fleisch-Konsum in der Familie kritisch zu betrachten.
Ich hatte ja schon mal geschrieben, daß wir unseren Fleisch-Konsum seit meiner Vegan-Challenge im letzten Jahr sehr eingeschränkt haben. Hier und da ist Fleisch, Wurst und Salami aber leider immer noch leckerer als die Vernunft. Ich kann (und will) einfach nicht komplett auf Fleisch verzichten. Nie wieder ein Steak, nie wieder Fleisch grillen, nie wieder eine Bolognese? Nie wieder einen Hähnchenschenkel essen? Weihnachten ohne Ente, Gans und Co? Oder mal einen echt guten Burger?

Nach diesem Bericht werden wir unseren Fleisch-Konsum weiter runter fahren und tatsächlich nur noch 1-2x pro Woche Fleisch essen.
Für meinen Sohn, der als Pausenbrot immer ein Wurstbrot mitnimmt und leider auch keinen Käse etc. auf dem Brot akzeptiert habe ich schon oft die fleischfreie Wurst vom Aldi gekauft. Seit neuestem gibt es ja auch fleischfreie Produkte von der Rügenwalder Mühle. Die werde ich auch mal ausprobieren.

Ich selber esse eigentlich nur am Wochenende Wurst, ganz selten gibt es klassisches Abendbrot bei uns, und unter der Woche frühstücke ich nicht. Ob wir das durchziehen und nur noch die fleischfreie Wurst kaufen? Ich werde berichten.....

Ich werde mir jetzt wieder öfters die Slowly Veggie oder die Eat smarter etc. beim Zeitungshändler holen und nochmal Attila´s Bücher durchforsten nach Rezepten, die ich in die vegetarische Variante abwandeln kann. Denn vegan muss es für uns nicht sein. Hier und da sind Speisen ja eh schon vegan ohne das man extra drauf hinweist. Ein Gemüsecurry zum Beispiel besteht ja aus Gemüse, Kokosmilch, Gewürzen und Reis.

Aber ganz ehrlich: eine vegetarische Bratwurst kommt mir nicht mehr auf den Teller! Ich habe so viele verschiedene Tofu-Würstchen ausprobiert, die gehen alle nicht!

Das Fleisch, das meine Familie konsumiert wird nicht im Supermarkt gekauft, sondern beim guten Metzger. Ich starte auch eine neue Rubrik VEGETARISCH hier im Blog, unter der ihr leicht meine vegetarischen Rezepte finden könnt.

In meinem Café gibt es übrigens meistens nur Fleisch in der Quiche (Speck) und auf dem Flammkuchen. Die Suppen koche ich immer vegetarisch und auf Wunsch können die Gäste dann z.B. Wiener in die Kartoffelsuppe rein haben. Ok, bei einem Linseneintopf geht das jetzt nicht wirklich, denn der braucht den Speck und die Mettwürstchen finde ich :-)
Thai-Curry, das ich häufig anbiete ist immer vegetarisch und da mit Kokosmilch auch noch vegan.
Die Salate, die ich anbiete sind immer vegetarisch.
Warum ich das mache? Ganz ehrlich: auch aus Kostengründen.... Denn wenn ich Fleisch anbieten würde, müsste das Essen den Gast dann bestimmt doppelt so viel kosten. Aber das zahlt ja keiner, also lasse ich das Fleisch weg. Die Gäste sind nicht unglücklich darüber sondern finden meine Gerichte auch fleischlos immer toll.

In diesem Sinne.... viele Grüße,
Martina

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