Hollersirup - selbstgemachter Holunderblütensirup

Heute habe ich es endlich geschafft, den Post hier mit Fotos zu versehen.

Vor einiger Zeit kam meine Nachbarin zu mir ins Café und erzählte mir, daß sie gerade Holunderblüten gepflückt habe und daraus Sirup herstellen wolle. Direkt neben meinem Café gibt es ein paar Hollerbüsche, was wäre da naheliegender, als auch ein paar Dolden zu pflücken und mein Glück bei der Sirupherstellung zu versuchen.
Gleich am nächsten Tag zog ich also los und wollte Holunderblüten pflücken. Am ersten Busch - kein Erfolg. Man sah richtig, bis wohin die Arme der Vorgänger gereicht hatten, keine Blüten mehr am Busch.
Beim nächsten ebenfalls. Bei einem anderen nur Knospen, die soll man nicht nehmen.

Endlich hatte ich so 25-30 Dolden zusammen gesammelt. Glücklich ging ich also zu meinem Café und musste feststellen, daß im Busch direkt vor der Türe jede Menge Dolden in erreichbarer Höhe waren. Na toll.

Das Rezept habe ich von meiner Nachbarin, Nadine, bekommen. Im Internet habe ich auf lecker.de auch noch ein Rezept gefunden, beide habe ich zusammen kombiniert und mein eigenes Rezept erfunden.


20-25 Holunderblüten oder wie man hier sagt Hollerdolden
2l Wasser
2kg Zucker
5 Tütchen Zitronensäure
1 Bio-Zitrone mit unbehandelter Schale


Die Hollerdolden vorsichtig ausschütteln, um Tierchen los zu werden. Dann die dickeren Stiele abschneiden. Wer mag kann die Blüten in Wasser schwenken, dabei geht aber Aroma verloren.



Zusammen mit den Zitronenscheiben und der Zitronensäure in eine große Schüssel geben. Zucker in Wasser in einem großen Topf auflösen, einmal unter Rühren aufkochen lassen. Das Zuckerwasser über die Holunderblüten geben. Abkühlen lassen.
Zugedeckt im Kühlschrank 3-4 Tage ziehen lassen.


 Auf der Facebook-Seite von Omniblend habe ich dann den tollen Tip gelesen, daß man die Hollerblüten durch den Nussmilchbeutel, der bei meinem Standmixer mitgeliefert wurde, abseihen könne. Super Idee, denn der Nussmilchbeutel ist gaaaanz feinmaschig.


Gesagt, getan. Hat prima geklappt. Als die Blüten und Zitronenscheiben im Beutel waren habe ich die Zitronen vorsichtig etwas ausgepresst. So kam feinster Zitronensaft in meinen Sirup, der dem ganzen eine fruchtig frische Note gibt.

Da beide Rezepte unterschiedliche Anleitungen hatten, ob der Sirup im ersten oder letzten Schritt aufgekocht werden soll, habe ich zur Sicherheit, einfach im letzten Schritt vor dem Abfüllen das ganze nochmal aufgekocht. So konnte ich den Sirup heiß in die Flaschen füllen. Randvoll, und dann direkt den Deckel fest drauf.

Die Schildchen habe ich dann noch geschrieben, auf der Rückseite stehen Angaben wie Zutaten und MHD. Gekühlt ist der Sirup ca. 6 Monate haltbar, ich würde die geöffnete Flasche aber innerhalb von 4 Wochen aufbrauchen.



Jetzt stehen die Flaschen in meinem Lädchen in der Kühltheke und werden heute Abend in Hugos verwandelt über den Tresen gehen.

In diesem Sinne Prost!

LG

Martina

Kommentare

  1. Liebe Martina,
    das ist immer was Feines. Ich mag ihn so gerne im Sommer mit Zitrone und Minze .... hmmmmm!
    Ein wundervolles Wochenende
    Elisabeth

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    1. Liebe Elisabeth,
      ich finde Hollersirup im Sommer auch so schön erfrischend. Egal ob mit Wasser oder mit Alkohol aufgegossen...
      Dir auch ein schönes Wochenende!
      Martina

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