Buchvorstellung: Der kleine Koch - Kochbuch für Kinder

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Vor einiger Zeit habe ich ein tolles neues Kochbuch entdeckt, das für Kinder geschrieben wurde. „Der kleine Koch“ von Flora Hohmann, Manuel Reheis und Susanne Leontine Schmidt.


Netterweise wurde mir das Buch vom Verlag oekom zur Verfügung gestellt und ich habe es kommentarlos meiner Tochter (12) in die Hände gedrückt. „Toll! Was kochen wir jetzt?“ war ihr Fazit, nachdem sie es durchgeblättert hatte.
In Ruhe haben wir es uns dann gemeinsam angeschaut und entschieden, welche Rezepte wir, bzw. sie als erstes ausprobieren möchte.

Das Buch ist in 4 Kapitel eingeteilt. Jahreszeiten. So gibt es im Frühling z.B. Frühlingsgemüse und eine Erdbeer-Marmelade, im Sommer Leckereien, die man prima in den Biergarten mitnehmen kann. Im Winter gibt´s eine gute Hühnersuppe. Und im Herbst, also heute, gibt´s ein Ofenbrot. Das perfekte schnelle Mittagessen zwischendurch findet man auf Seite 48. Geht schnell und man hat eigentlich alle Zutaten daheim.

Ofenbrot
4 Scheiben Brot werden mit etwas Tomatenmarkt bestrichen, darauf kommt Käse. Wir haben Emmentaler genommen. Das Brot kommt kurz in den heißen Ofen, damit der Käse schmelzen kann. Zum Schluss kann man noch etwas Schnittlauch drüber streuen.










Sehr lecker und so schnell und einfach!
Die Kinder werden direkt angesprochen, es wird immer zwischendurch etwas erklärt oder ein kleiner Warnhinweis gegeben, daß das Ofenbrot sehr heiß ist und man sich nicht die Zunge verbrennen soll. 


Das zweite Rezept, das wir uns rausgesucht haben war eine Kürbissuppe. Im Herbst lieben wir Suppen, vor allem Kürbis. Die mache ich fast wöchentlich, gerne variiere ich auch jedes Mal die Zutaten und nehme Kokosmilch, Karotten, Kartoffeln, Ingwer,….. dazu.
In diesem Rezept hier: Zimt und ein Apfel. Aha, mal was ganz anderes!

Damit ihr seht, wie nett das Buch geschrieben ist, schreibe ich (mit Genehmigung des Verlags und der Autoren) das folgende Rezept 1:1 ab.


Kürbissuppe mit Pfiff
1 Hokkaido-Kürbis
2 Zweibeln
1 säuerlicher Apfel (z.B. Boskop)
1l Wasser oder Brühe
1 EL Zimt
100g Kürbiskerne
40g Butter
Salz, Pfeffer
100g Sauerrahm
40ml Kürbiskernöl

Außerdem: 1 Schneidbrett, 1 Messer, 1 großer Topf, 1 Kochlöffel, 1 Stand- oder Stabmixer

Den Hokkaido-Kürbis kannst du mit Schale essen! Wasche ihn und schneide ihn in Viertel. Dann nimm einen Suppenlöffel, schabe die Kerne raus und wirf sie in den Biomüll.
Schneide die Kürbisviertel in kleine Stücke, schäle die Zwiebeln und würfle sie. Viertele auch den Apfel und schneide das Kerngehäuse heraus.
Lasse die Butter in einem großen Topf schmelzen, gib die Zwiebelwürfel dazu und rühre sie mit einem Kochlöffel bei mittlerer Hitze so lange, bis sie glasig werden.
Nun gib auch die Apfelviertel und die Kürbisstücke dazu und rühre weitere 5 Minuten. Dann bestäube das Ganze mit dem Zimt und gieße die Flüssigkeit (Wasser oder Brühe) an. Lass es aufkochen und ca. 40 Minuten köcheln, rühr immer mal wieder um, damit nichts anbrennen kann.
Wenn der Kürbis weich ist, mixe alles mit einem Pürierstab oder in einem Standmixer und schmecke es mit Salz und Pfeffer ab.
Fülle die Suppe in Teller und gib in die Mitte einen Klecks Sauerrahm. Nun verziere das Ganze mit dem dunkelbraunen Kürbiskernöl und den Kürbiskernen.
Tipp: Sehr pfiffig wird die Suppe, wenn du den Zimt weglässt und statt dessen am Schluss ein paar Amarettini (italienische Mandelkekse) zerbröselst und sie über die Suppe im Teller gibst.











Nett geschrieben, oder? Den Hinweis mit dem Biomüll finde ich klasse und daß man den Kürbis mit Schale essen kann. Wer zum ersten Mal Kürbis macht, weiß das vielleicht nicht und verzweifelt am Schälen.

Beim Kürbis-Schneiden habe ich etwas geholfen, denn das ist echt ganz schön schwierig. Sonst kann ein Kind aber wirklich alles selber machen. Ok, beim Pürieren der Suppe habe ich dann auch lieber den Stabmixer gehalten, aber auch nur, weil meine Wandfarbe in der Küche nicht orange werden sollte, sondern brav weiß bleiben sollte :-)

Tolles Buch, vielen Dank dafür!

Viele Grüße,
Martina

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