Reisevorbereitungen für unseren Urlaub in Schweden mit Hund

Wir nehmen nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder unseren Hund mit in den Urlaub. Normalerweise haben wir ihn immer zu Hause bei der Oma gelassen. Die kann sich aber leider nicht um ihn kümmern, da sie den Fuß gebrochen hatte und noch nicht wieder laufen kann. Alle Freunde sind selber im Urlaub, niemand kann den Hund nehmen. Deswegen nehmen wir ihn mit nach Schweden.
Seit einigen Jahren darf man Haustiere mit nach Schweden nehmen, es gibt allerdings ein paar Dinge zu beachten, über die man sich rechtzeitig informieren sollte.

Reisen mit Hund nach Schweden

Beim Tierarzt hat unser Hund einen EU Impfpass bekommen, in dem sowohl Information zu Rasse, als auch seine die Nummer seines Chips vermerkt sind. Auch die Selle, wo der Chip implantiert wurde, ist vermerkt. Des weiteren sind die üblichen Impfungen für den Hund notwendig, man muss sie rechtzeitig auffrischen lassen, denn die letzte Tollwut-Impfung muss mindestens 21 Tage vor Reiseantritt erfolgen!
Wir haben im Ausweis noch das Datum der letzten Wurmkur stehen, die 2 Wochen vor der Abreise war. 

Im Internet muss man den Hund (oder die Katze) beim schwedischen Zoll anmelden. Das geht ganz schnell und einfach, man bekommt eine Nummer, druckt sich sicherheitshalber die Informationen dazu aus, und muss bei der Ankunft in Schweden zu einem roten Punkt gehen, um die Einreise des Haustieres abzuschließen.

Für die Fährüberfahrt muss man ihn auch anmelden. Ich musste es nachträglich machen, da wir bei der Buchung noch nicht wussten, daß wir unseren Hund mitnehmen. Da wir tagsüber mit der Fähre fahren ist das kein Problem, wenn man allerdings auf der Fähre übernachtet und eine Kabine bucht, muss man aufpassen, daß der Hund auch mit in die Kabine darf. Ein Hund (unserer ist recht klein) kostet übrigens mehr als ein Erwachsener auf der Fähre….

Reisevorbereitungen für unseren Urlaub in Schweden mit Hund Reisevorbereitungen für unseren Urlaub in Schweden mit Hund

Da wir seit Jahren nicht mehr weite Strecken mit unserem Hund gefahren sind, ist er die Hundetransportbox auch nicht wirklich gewöhnt. Wir haben sie jetzt seit einiger Zeit im Wohnzimmer stehen, haben ihm ein Handtuch rein gelegt, um sie kuscheliger auszupolstern. Zwischendurch geht er von alleine in die Box, legt sich dort zum Schlafen hin und nimmt manchmal auch sein Spielzeug mit in die Kiste. Wir haben eine feste Transportbox aus Plastik, die sowohl vorne als auch oben ein großes Gitter hat, damit sich keine heiße Luft in der Box staut. Diese Box steht im Kofferraum unseres Autos und wird mit einem Spanngurt gesichert.
Ganz wichtig sind regelmäßige Pausen während der Fahrt mit Spaziergang, frischem Wasser und Austoben für den Hund. Aber wer mit Kindern reist, ist das ja eh gewöhnt. 

Reisen mit Hund: Transportbox im Kofferraum sichern

Folgende Reiseutensilien habe ich extra für unseren Hund (Hennes heißt er) gepackt:
  • sein gewohntes Futter 
  • Leckerli, Kaustangen
  • sein Spielzeug, einen Ball
  • eine lange Schleppleine
  • seine normale Leine
  • Hundekotbeutel (an der Leine dran) sowie genügend Nachfüllbeutel
  • ein Hundegeschirr
  • einen faltbaren Wassernapf für unterwegs
  • seine Hundedecke, auf der er im Wohnwagen schläft
  • die Hundetransportbox mit einem Handtuch ausgepolstert
  • Zeckenzange
  • EU-Impfpass und Zollunterlagen
Packliste: Camping mit Hund in Schweden

Das Wort „Tierarzt“ habe ich mir von meiner Freundin sagen lassen, die schwedisch spricht. Für alle Fälle…

Da auf den meisten Campingplätzen in Schweden Leinenpflicht herrscht, haben wir die Schleppleine dabei, um ihn an unserem Wohnwagen fest zu machen. Beim Ausflug im Wald können wir ihn damit auch anleinen und er hat mehr Auslauf als mit der normalen 5m Leine.
Weil wir die ein oder andere Wanderung im Nationalpark und Moor machen wollen, haben wir einen faltbaren Wassernapf dabei.
Zwischendurch bleibt Hennes auch mal kurz alleine im Wohnwagen, gegen Langeweile habe ich ihm Kaustangen und sein Spielzeug eingepackt. Daran kann er auch während der Fahrt rum knabbern.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen! Falls doch, dann schreibt mir doch bitte einen Kommentar, damit ich es noch einpacken kann. Danke!
Dann melde ich mich aus Schweden wieder bei euch.
Viele Grüße,

Martina 

Kommentare

  1. " Im Internet muss man den Hund (oder die Katze) beim schwedischen Zoll anmelden. Das geht ganz schnell und einfach, man bekommt eine Nummer, druckt sich sicherheitshalber die Informationen dazu aus, und muss bei der Ankunft in Schweden zu einem roten Punkt gehen, um die Einreise des Haustieres abzuschließen."

    Ist afaik gar nicht nötig. Wir sind über die Grenze gefahren, da wurde sein Haustierpass kurz durchgecheckt und das wars.

    "Das Wort „Tierarzt“ habe ich mir von meiner Freundin sagen lassen, die schwedisch spricht. Für alle Fälle…"

    Braucht ihr euch keine Sorgen machen. Einerseits, weil Schweden sehr gut Englisch spricht. DAs liegt vor Allem daran, dass für Schweden z.b. keine Filme synchronisiert werden. Die laufen dort alle auf Englisch. :) Zweitens ist die Ämterstrutkur und das Arztsystem dem deutschen und österreichischen sehr ähnlich. Da findet ihr euch also schnell zurecht.


    Viel wichtiger ist: Stellt euch auf große Ablehnung gegenüber dem Hund ein. Schweden hat hohe Hygieneanforderungen an z.B. Restaurants. Wir haben nur wenige gefunden, wo er zumindest in den Gastgarten (!) darf. Selbst das wird oft verweigert. Außerdem kostet der Hund. Quasi immer. Selbst auf Zeltplätzen. Aufpassen und nicht verarschen lassen! Da kann man schon mal 30 Euro Reinigungsgebühr zahlen für den Aufenthalt - blöd wenn man nur eine Nacht bleibt. Also da immer informieren!

    Ansonsten wünsch ich euch viel Spaß. Schweden ist schön! Wenn ihr noch ein paar Städteinspirationen braucht...schaut doch auf meinem Blog vorbei, gerade frisch über Stockholm (<3) und Göteborg (</3) gebloggt! :)

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Flo,
    danke für deinen Kommentar! Ich bin schon gespannt, wie tierlieb man hier ist. Heute früh ist mein Sohn Gassi gegangen und dabei auf ein Firmengelände gegangen, sofort war das jemand, der ihn vertrieben hat. Aber hier auf dem Campingplatz sind alle super offen und kosten tut er auch nix extra, der kleine Hund.
    Viele Grüße,
    Martina

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen