Zuckersüßes Schweden - Besichtigung der Polkagris Zuckerbäckerei

- Dieser Blogpost enthält Werbung für die Zuckerbäckerei Polkagriskokeri -

Einer der schönsten Orte, die wir in Schweden besucht haben war Gränna. Wunderschön, so, wie man sich Schweden vorstellt, mit kleinen roten und gelben Häusern, blühenden Gärten und einer Veranda und kleinen Gassen. Wunderschön! Und dazu direkt am See gelegen, an einem riesigen See, dem Vätternsee.
Wir hatten im Wetterbericht gesehen, daß herrlichstes Wetter dort sein sollte und unseren Roadtrip kurzerhand geringfügig abgeändert und sind erst nach Kosta gefahren, wo schlechtes Wetter angesagt war. Uns ziemlich egal, denn wir wollten in Kosta in die Glasbläserei, da braucht man kein gutes Wetter. 

Polkagris Herstellung in Gränna

Wir haben uns in Gränna die Zuckerbäckerei angeschaut, in der die weltberühmten Polkagris hergestellt werden. 1859 erfand Amalia Erikson die rot-weißen Zuckerstangen und wie wir bei der Führung durch die Zuckerbäckerei erfuhren, sorgte sie damit, daß Gränna eine Stadt auf der Landkarte wurde. Eine leckere kleine Stadt!

Polkagriskokeri in Gränna

leckere Zuckerstangen und Bonbons bei Polkagriskokeri in Gränna

Urlaubs-Mitbringsel aus Schweden: Polkagris aus Gränna

Auf der Hauptstraße in Gränna gibt es ein Zuckerstangen-Geschäft neben dem anderen, in jedem wird gezeigt, wie die Polkagris hergestellt werden. Wir haben uns für den kleinen süßen Laden von Polkagriskokeri entschieden und dort eine exklusive Führung und Verköstigung erhalten. Vor uns stand der Zuckerbäcker  in der Küche, durch eine riesige Glasscheibe konnten wir ihn bestens beobachten. Uns wurde erklärt, daß sich nur die rot-weißen Zuckerstangen, die nach Pfefferminze schmecken, Polkagris nennen dürfen, alle anderen (und es gibt echt viele verschiedene Geschmacksrichtungen!) heißen Zuckerstange. Alles wird, genauso wie vor 157 Jahren bei Amalia, mit der Hand hergestellt. Zuerst wird Zucker mit Essig und Wasser aufgekocht. Die klebrige und sehr heiße Masse wird auf einen speziellen Kühltisch gestrichen. Dort soll sie vorsichtig abkühlen, damit der Zuckerbäcker sie mit den Händen weiter bearbeiten kann. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zuckermasse durchsichtig und noch ohne Geschmack. Einen kleinen Teil färbt er ein, in unserem Fall war es rot.
Dann wird die Masse geknetet und über einen Haken an der Wand gezogen und mehrmals langgezogen. Dadurch kommt Luft in die Masse und sie wird langsam weiß. Da diese Arbeit sicherlich ziemlich anstrengend ist, wurde eine Maschine entwickelt, die dieses Ziehen vereinfacht. 
Bei dem Schritt bekommt die Zuckerstange auch ihren Geschmack. Die Zuckermasse bekommt ein paar Tropfen Aroma ab.
Der Zuckerbäcker formt eine große Rolle aus der immer noch sehr warmen Masse, gibt einen Streifen gefärbte Zuckermasse darauf und rollt und rollt und dreht und schneidet und rollt weiter. So entstehen mit der Zeit die kleinen Stangen, die nach der kompletten Erkaltung per Hand eingepackt werden.


Im Laden selber gibt es dann ganz viele hübsche Regale, vollgestopft mit Leckereien! Mein Herz schlägt ja für das schwarz-weiße Regal, nicht nur, weil ich die Farbe Schwarz bei Klamotten bevorzuge, sondern weil Lakritz schwarz ist. Und in Schweden gibt es viel und leckeres Lakritz! Deswegen habe ich mir die Zuckerstangen mit der Geschmacksrichtung Lakritze gekauft, die Kinder probierten die klassischen Polkagris mit Pfefferminz-Geschmack und kauften für die Daheimgebliebenen auch verschiedene Sorten ein.

Lakritze aus Schweden!

Souvenirs aus Schweden: Polkagris aus Gränna

Souvenirs aus Schweden: Zuckerstangen und Bonbons aus Gränna

Sehr sehr lecker alles! Ich hoffe, dieser süße Tag bleibt auch meinen Kindern ewig in Erinnerung, so wie mir, seit ich als Kind Polkagris gegessen habe…
LG

Martina

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