Jetlag mit Kindern….Tipps wie ihr die Zeitverschiebung meistert…

Wir sind jetzt schon seit über einer Woche auf Puerto Rico, und endlich schaffe ich es, euch zu schreiben wie wir den Jetlag überwunden haben!
Für die Kinder war diese Reise ihr erster Langstreckenflug und die erste große Zeitverschiebung. Wir haben hier 6 Stunden Zeitverschiebung, mittags sind wir hier gelandet, also spät abends in Deutschland.
Im Entertainment-Programm im Flugzeug konnte man ein paar Artikel aus dem Condor-Blog  lesen, so auch einen über den Jetlag und wie man am besten damit umgeht.

Da steht z.B. daß man sich auf die Zeitverschiebung etwas vorbereiten kann, indem man leicht zeitversetzt in Deutschland ins Bett geht. Da ja schon länger Ferien waren bis wir los geflogen sind, haben wir das tatsächlich gemacht, allerdings unbewusst, denn in den Ferien dürfen die Kinder immer etwas länger aufbleiben als während der Schule.
Lina war die Woche vor unserer Abreise im Zeltlager, ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wann sie da immer ins Bett gegangen ist, ob sie überhaupt im Zeltlager geschlafen hat. Ich weiß nur, daß die Kinder das Lagerfeuer und die Camp-Fahne nachts bewachen mussten. Deswegen gehe ich davon aus, daß sie deswegen am besten mit dem Jetlag klar gekommen ist, weil sie eh schon total übermüdet war und keinen wirklichen Schlafrythmus hatte. 

Abflug in Deutschland bei Regen

Kaffee wird z.B. nicht empfohlen, sondern viel Wasser. Genauso sollte man Alkohol meiden. Und etwas leichtes essen. Es wurde sogar das Wort fasten benutzt, davon bin ich im Flugzeug aber kein Fan! Unser erstes Essen in Puerto Rico sah dann übrigens so aus! Wir mussten einfach unbedingt in ein amerikanisches Fastfood-Restaurant gehen, das es bei uns nicht gibt! Aus meiner Schulzeit in Austin, TX kannte ich noch Wendy´s, also sind wir da hin!

erstes Abendessen in Amerika: Fastfood

Damit der Flug (wir waren 10h an Bord) möglichst gemütlich ist, hatten wir lockere lange  (!) Hosen an, die Kinder trugen Jogginghosen. Die Schuhe haben wir alle gleich beim Start ausgezogen und uns warme Kuschelsocken angezogen. Um nicht auf Socken auf die Toilette gehen zu können hatte ich ein paar Schlappen (Ikea) eingepackt, ind die wir schnell rein schlupfen konnten. Den Kindern waren sie etwas zu groß, aber ich wollte eben nur 1 Paar mitnehmen.
Neben uns saßen Leute, die kurze Hosen trugen und den ganzen Flug über versucht haben, ihre nackten Arme und Beine unter 3 Decken zu verstecken um nicht zu frieren. Es gibt Fluggesellschaften, die die Klimaanlage extrem kalt eingestellt haben. Und es gibt nix schlimmeres als zu frieren, müde zu sein und deswegen keinen Schlaf zu finden. Ich hasse das sehr und war deswegen auch mit Oropax und Schlafbrille gewappnet, um im Flugzeug ein paar Stündchen schlafen zu können. Auf dem Hinflug haben wir allerdings nicht geschlafen, die Reise war ja tagsüber. Aber auf dem Rückflug werden wir alle versuchen etwas zu schlafen, da wir morgens in Frankfurt landen, mit dem Zug nach München fahren müssen und dort dann direkt unseren Gastschüler am Bahnhof treffen, der 3 Monate bei uns wohnen wird.

Gemütlich im Condor-Flieger nach Puerto Rico

Ein wichtiger Hinweis, den ich in dem Artikel auf dem Condor-Blog gelesen habe war übrigens, daß man sich, wenn man an Bord schlafen möchte und dabei mit einer Decke zudeckt, unbedingt den Sicherheitsgurt über der Decke schließen sollte. Bei Turbulenzen ist die Crew angehalten, die Sicherheitsgurte zu prüfen und müsste schlafende Passagiere aufwecken. Wenn der Gurt über der Decke sichtbar geschlossen ist, kann man weiter schlafen, sofern man durch die Turbulenzen nicht aufwacht.

Fasten gegen Jetlag? Ohne uns!

Am ersten Tag sind wir also für deutsche Verhältnisse alle sehr spät ins Bett gegangen. Das machen wir daheim auch manchmal, wenn wir bei Freunden zum Essen eingeladen sind zum Beispiel. 
Hier stand Linus dann schon ganz früh morgens an meinem Bett und war hellwach. Klar, in Deutschland war es ja da schon 10 Uhr morgens…. Nach etwas Kuscheln hat er es nochmal geschafft ein Stündchen zu schlafen.
Wir waren den ganzen Tag viel draußen am wunderschönen Luquillo-Beach. Baden macht natürlich auch wieder müde und wir haben es geschafft, bis ca. 21 Uhr wach zu bleiben. Am nächsten Morgen war ich Punkt 4 wieder hellwach, die anderen haben etwas länger geschlafen. Ich konnte zum Glück auch nochmal etwas dösen, aber ich glaube, daß das kein richtiger Schlaf war.
So haben wir es jeden Tag etwas länger abends ausgehalten und morgens immer länger geschlafen. Und nach so 3 Tagen hatten die Kinder und mein Mann ihren Rythmus umgestellt. Ich brauchte einen Tag länger weil ich durch eine sehr gewittrige Nacht wieder zurück geworfen wurde. Es donnerte so laut, das Haus wackelte und ich konnte deswegen die halbe Nacht nicht schlafen! Aber jetzt ist alles gut.

Luquillo-Beach: traumhafter Sandstrand gegen Jetlag Puerto Rico Luqillo Beach, schönster Strand gegen Jetlag

Auf den Autofahrten sind die Kinder hin und wieder eingeschlafen, aber das tun sie zu Hause auch manchmal. Ich habe sie kurz etwas schlafen lassen, aber nicht stundenlang, denn ich wollte ja, daß sie ihren neuen Rythmus finden. Also nur 20-30 Minuten Power-Nap. 


Den Tipp aus dem Condor-Blog mit viel Bewegung haben wir auf jeden Fall angenommen, ob das aber geholfen hat kann ich natürlich nicht sagen ;-)

schönster Strand in Puerto Rico: Luqillo

Neben der Zeitverschiebung hatten wir aber auch einen Klimawechsel! Wir sind in Deutschland bei Regen und ein paar Grad abgeflogen, kamen in San Juan aus dem Flughafengebäude und liefen wie gegen eine Wand! Es ist sehr heiß hier, die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und sobald man in ein Auto steigt oder ein Geschäft betritt ist es schlagartig eiskalt. 
Unser Koffer (dieser hier von Tchibo) hat 2 Fächer, die man auch im geschlossenen Zustand öffnen kann, da hatte ich für die Kinder kurze Hosen drin und T-Shirts, die sie direkt am Flughafen anziehen konnten. Wir werden hier in PR einen weiteren Koffer kaufen, der auch solche Fächer haben soll, da wir das total praktisch finden!
Die ersten paar Tage sind wir viel mit der Cousine meines Mannes unterwegs gewesen, die es gerne sehr kalt hat. Also hatten wir immer eine Jacke im Auto dabei, die wir über die Schultern legen konnten und im Supermarkt anziehen. Wir wollen ja nicht krank werden!

Wie wir den Rückflug meistern, könnt ihr dann auch hier lesen, vor allem werde ich euch an unserem neuen großen Abenteuer teil haben lassen: wir bekommen einen Austauschschüler aus Amerika! 
Aber bis dahin ist noch jede Menge Zeit, die wir hier genießen. Am Strand und so….

Viele Grüße,
Martina

PS: wenn wir wieder zurück in Deutschland sind erzähle ich euch ausführlich wie unsere beiden Flüge waren, wie das Essen an Bord war und so. Vor allem das Kinderessen, das ich für Linus extra bestellt hatte….

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Kommentare

  1. Hallo Martina,

    da habt ihr wirklich alle Tipps befolgt. Vor allem nicht mit Socken auf die Toilette zu gehen. Ich bin Flugbegleiterin und ich würde immer Schuhe anziehen, wenn ich vom Sitz aufstehe. Der Tipp mit dem Sitzgurt über der Decke ist wirklich gut, denn wir möchten euch nicht aufwecken, müssen es aber leider, wenn wir nicht sehen, ob ihr wirklich angeschnallt seid. Das mit der extra Jacke kann ich gut nachvollziehen. Ich habe auch immer etwas dabei, sonst werde ich krank.
    Viel Spaß noch weiterhin im Urlaub.
    LG Jules

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  2. Hallo Martina,

    ein weiterer Tipp gegen Jetlag sind Melatonin-Lutschtabletten. Ich nehme die von hier, da ich oft an Schlafstörungen leide. Aber ein weiterer positiver Effekt ist, dass das Melatonin auch den Schlaf-Wach-Rhythmus korrigiert, wenn er durch z.B. Jetlags total durcheinander gebracht ist. Jetzt nicht unbedingt für die Kinder, aber für die Erwachsenen ein definitiver Tipp!

    LG,
    Janine

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