*China mit Kindern* Fujian entdecken

Gestern habe ich euch schon etwas über unsere China-Reise in den Osterferien erzählt. Da ging es um die aufregenden Momente mit meinen chinesischen Verwandten, die ich alle zum ersten Mal getroffen habe, um unsere Geschichte und meine Pläne, mit den Kindern wieder nach China zu reisen.

China mit Kindern Reiseblog Südchina Fujian
Heute möchte ich euch etwas mehr über die Reise erzählen, denn China mit Kindern ist aufregend und auf jeden Fall eine Reise wert!

Wir flogen über Peking nach Xiamen. Die Reise begann für uns aber schon am Vortag, als wir mit dem Zug nach Köln fuhren, um am nächsten Morgen mit meinen Eltern, meinen Geschwistern und 4 Nichten und Neffen zum Düsseldorfer Flughafen fuhren.

Wir hatten Air China gebucht und da wir mit Kindern reisten, konnten wir leider keinen Online-Check-In machen. Total blöd, denn wenn man wie wir mit 14 Personen fliegt, möchte man ja zusammen sitzen.

Nächstes Mal werde ich aus diesem und aus weiteren Gründen lieber die Lufthansa buchen.

Der 10h-Flug war ok, meine Kinder und auch die Kinder meiner Geschwister sind Langstreckenflüge gewohnt. Leider war das Unterhaltungsprogramm aber auf Englisch, für die kleinen Kinder natürlich blöd. Auch konnte keine einzige Stewardess Englisch, und wir saßen zwar alle auf 2 Reihen aufgeteilt, aber, ein paar ganz links im Flieger und ich mit den Kindern ganz rechts. So konnten die Kinder auch nicht zwischendurch zu ihren Cousins gehen, weil es kaum ein Durchkommen gab.

Reisebericht China mit Kindern

In Peking angekommen hatten wir 3h Aufenthalt bevor unser Flug nach Xiamen ging. Wir landeten morgens um 5, der Flughafen war also noch ziemlich im Dämmerschlaf. Einen kürzeren Aufenthalt würde ich nicht empfehlen, denn wir brauchten für die Einreise, den Transfer zu unserem Abfluggate und den erneuten Sicherheitscheck fast 2,5 Stunden!

Im Flugzeug wurde ein Einreisedokument verteilt, uns sagte man allerdings, daß wir es nicht ausfüllen müssten. Das stimmte aber nicht, wir standen ewig in der Schlange für die Einreise und als wir endlich dran waren, verlangte man von uns für jeden einen Einreisezettel. Also mussten wir erst nochmal zurück, die Zettel ausfüllen und dann wieder an den Counter. Ein zweites Mal stellten wir uns aber nicht an, sondern konnten uns mehr recht als schlecht vordrängeln. Bis 14 Personen da durch sind, dauert es aber!

Mit dem Zug fuhren wir zu unserem Abfluggate, die Beschilderung war ok, alles auch in Englisch ausgeschildert. Wir mussten dann nochmal durch den Sicherheitscheck. Hier wird kaum auf Flüssigkeiten geachtet, sondern das Augenmerk liegt auf Powerbanks und Batterien.

Meiner Schwester wurde kommentarlos die Powerbank weg genommen, nicht, weil sie nicht zulässig war, sondern, weil man wohl austesten wollte, ob sie es bei dem Stress mit Kind auf dem Arm überhaupt mitbekommt. Sie bekam es mit und ging zurück und mit errötetem Kopf gab man sie ihr zurück.

Mein Vater vermisste kurz seine Geldbörse, die bekam er aber auch auf Nachfragen wieder. Alles ziemlich seltsam...

Am Flughafen steuerten wir noch schnell den nächsten Geldautomaten an, hoben mit der Kreditkarte Geld ab. Bargeld in China ist unbedingt notwendig! In den wenigsten Geschäften und Hotels kann man mit der Kreditkarte zahlen! Kleine Scheine sind wichtig, denn oft haben die Geschäfte kein Wechselgeld! Ich wollte z.B. bei Kiehl´s in Peking etwas für 82 RMB kaufen, zahlte mit einem 100 RMB-Schein, umgerechnet etwa 13 Euro. Die Kassiererin konnte mir kein Wechselgeld geben, da sie nicht genug Kleingeld in der Kasse hatte. Mit Karte konnte ich nicht zahlen, also musste Kiehl´s auf meinen Einkauf verzichten.

Reisebericht China mit Kindern Xiamen

In Xiamen angekommen, wurden wir von unseren Verwandten am Flughafen empfangen. Keine Ahnung, wie viele gekommen waren, ich glaube es waren über 15!

Wir fuhren alle zusammen mit einem gemieteten Reisebus zu unserem Hotel. Dort gab es für alle ein leckeres Mittagessen, dann konnten wir uns kurz hinlegen und ausruhen und nach 1,5h ging es schon zum gemeinsamen Abendessen.

Xiamen - Chinareise am Meer mit Sonne und Strand

Am ersten Abend ludt uns Großcousin Chang Wang, der erste Sohn von unserem verstorbenen Großonkel Fofo, zum Essen ein.

Essen gehen in China - anders als bei uns
Chang Wang begrüßt uns im Namen der chinesischen Familie

So ein Essen mit der chinesischen Großfamilie ist anders als ein Essen hier in Deutschland!

Man sitzt nicht einfach im Restaurant, sondern man reserviert immer einen Nebenraum, der über runde Tische verfügt. 8-10 Personen sitzen an einem Tisch, eine drehbare Glasplatte ist auf jedem Tisch. Darauf werden die Speisen gestellt, die der Gastgeber für alle ausgewählt hat. Alle Tische bekommen dieselbe Menüfolge.

Reisebericht China mit Kind - Essen im Restaurant
Essen gehen in China

Es gab viel Gemüse, z.B. gedünsteter Pak Choi oder Bohnen, viel Fleisch und sehr wenig Reis. Ich glaube, wir haben in den 1,5 Wochen mit der Familie 3x Reis serviert bekommen, denn Reis gilt als Arme-Leute-Essen und wird Gästen selten serviert.

Essen gehen in China - Reiseblog für Familien

Meine Oma hat jedes Mal, wenn sie uns damals besucht hat einen großen Topf mit Schweinebauch mitgebracht. Der wird in einer braunen Sauce gekocht und ist butterweich und sooo lecker! Viele Jahre habe ich leider keinen Schweinebauch mehr gegessen, umso größer war die Freude, als er uns serviert wurde!

Über das Essen möchte ich euch in den nächsten Tagen mehr erzählen, denn das würde diesen Blogpost hier sprengen. Aber freut euch drauf, denn es wird sehr sehr lecker!

Tempel Nanputuo in Xiamen - Reiseblog für Familien
Nanputuo Tempel in Xiamen, Fujian

Es folgten 6 wunderbare Tage in Xiamen, an denen wir täglich Ausflüge mit unserem Reisebus, dem Dolmetscher und den Verwandten machten. Es war tropisch heiß, die angesagten 20° entpuppten sich als 30° und die Kinder freuten sich, als sie bei einem Ausflug auf die kleine Nachbarinsel Gu Lang Yu ihre Füße ins südchinesische Meer tauchen konnten und etwas im warmen Sand buddeln konnten.

Chinareise mit Kindern - Familienreiseblog für FamilienGuLangYu, Fujian, Xiamen, Reiseblogger China

Xiamen ist eine Universitätsstadt, es zieht viele Studenten an die Uni von Jimei, das Klima ist warm und die Vegetation wunderschön farbenprächtig. Meine geliebten Bougainvillea blüht in kräftigem pink an jeder Straßenecke, die Chinesen verstehen es, unter jede Brücke, zwischen 2 Häusern oder auf einem kleinen freien Fleckchen einen schönen Garten anzulegen. Mit einer akkurat geschnittenen Hecke, einem kleinen Gehweg und vielen Blumen.

Universität Xiamen - Reisebericht Südchina FujianUniversität Xiamen - Reisebericht Fujian China mit Kind
Universität Xiamen

Überall waren unsere Kinder natürlich die größte Attraktion. Jeder wollte sich mit ihnen fotografieren lassen, manch fragten, ob es ok sei, manche schossen unbemerkt Fotos mit dem Handy aus der Ferne, andere schlichen erst ein paar Mal um uns herum, bevor sie abdrückten. Anfangs fanden die Kinder das natürlich lustig und haben gerne mitgemacht, aber das verging mit der Zeit. Zum Schluss durften nur noch die Verwandten Fotos machen!

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Jeder will sich mit unseren Kindern fotografieren lassen!
Neben der Insel Gu Lang Yu besuchten wir ein kleines 500 Jahre altes Dorf im Landesinneren. Hier leben die Hakka, ein Bauernvolk, das heute noch genauso wie früher in runden Hütten lebt und Reis, Tee und Gemüse anbaut.

Dieses Hakka-Haus schauten wir uns an, wurden zu einer Tee-Zeremonie eingeladen und konnten etwas über die Felder spazieren.

Tulou Fujian, Hakka-DorfTulou Haus, Reisebericht Südchina mit Kind

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Nach 1 Woche war unsere erste Etappe in China aber leider schon vorbei und wir verließen Xiamen und fuhren mit dem Zug nach Fuzhou. Dort leben weitere Verwandte von uns, die uns auch ihr Land etwas näher bringen wollten.

Fortsetzung folgt...mit wichtigen Informationen über eine Zugfahrt in China...

VG Martina

Kommentare

  1. Finde ich sehr spannend, das zu lesen... Ich war selbst mit 17 in China (nur für 10 Tage) und fand die Erfahrung ausgesprochen krass. Dass ihr die Möglichkeit habt, mit Verwandten diese Erfahrung zu machen ist großartig! So eine persönliche Sache hätte mir definitiv noch mehr zugesagt, als das etwas "unpersönliche" mit organisierten Führungen... ;)

    VG
    Blog-Pirat

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  2. Wir haben den ersten Langstreckenflug mit den Kindern bisher noch aufgeschoben ... ich bin mir nicht sicher, wie sie das meistern würden. Echt blöd dass ihr alle aufgeteilt gesessen seid. Als ich Flugbegleiterin war haben wir alle umgesetzt, bis jeder zufrieden war. Dass eine Familie auseinandergerissen wird, wäre damals undenkbar gewesen. Aber toll dass deine Kinder den langen Flug so gut weggesteckt haben.

    Liebe Grüße
    Verena von www.avaganza.com

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  3. Das muss wirklich sehr aufregend gewesen sein, so mit Großfamilie zu reisen. Vor allem die Vorbereitungen davor stelle ich mir sehr Zeitintensiv vor. Umso schöner ist es zu lesen, dass ihr euren Aufenthalt genoßen habt.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

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