*China mit Kindern* Zug fahren in China

Nach 1 Woche in Xiamen sind wir mit dem Zug nach Fuzhou gefahren. Unser Dolmetscher und Tourguide Sunny machte sich große Sorgen, ob wir heile in Fuzhou

Ankämen, denn eine Zugfahrt in China ist nicht ganz so einfach. Sagte er. Doch wir haben es geschafft!

Er brachte uns zum Bahnhof und half uns bei der ersten (und einzigen Hürde), dem Einchecken. Man muss genau wie am Flughafen auch richtig am Bahnhof einchecken. Auf den Zugtickets stand unser Name und unsere Passnummer. Dummerweise ist das Feld für die Passnummer nicht so lang wie unsere deutsche Passnummer und auch das Namensfeld ist kürzer, so waren die Namen mittendrin abgeschnitten und die Passnummer auf dem Ticket stimmte auch nicht mit der im Pass überein. Kurz Panik am Bahnhof, es kamen 2 weitere Mitarbeiter zum Check-In und nach kurzem hin und her schafften wir es, uns korrekt auszuweisen und das Problem zu erklären.
Wir verabschiedeten uns von Sunny und den Verwandten und wurden mit klaren Anweisungen in den Bahnhof entlassen.

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Menschenleerer Bahnsetig - wir dürfen als erste einsteigen
Unser Bahnsteig würde genau 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges öffnen. Davor müssten wir nochmal Pass und Ticket zeigen und durch eine Sicherheitskontrolle gehen.

Sicherheitskontrolle am Bahnhof – check. Ging ganz leicht, wie am Flughafen auch, allerdings wird hier nicht der durchsichtige Beutel kontrolliert, sondern man kann alles, auch Handy und Laptop, in der Tasche lassen.

Fahrkartenkontrolle bei Betretung des Bahnsteiges – check. Totoal easy, da wir eine große auffällige Reisegruppe waren – 13 Europäer mit einigen Kindern -  fielen wir natürlich jedem sofort auf. Der zuständige Mitarbeiter an unserem Bahnsteig kam auf uns zu und ließ uns den Bahnsteig betreten, bevor die ganzen anderen Fahrgäste passieren durften. So konnten wir ganz gemütlich mit der Rolltreppe zum Bahnsteig fahren, unsere Zugnummer finden und auf unseren reservierten Plätzen Platz nehmen, bevor alle anderen Fahrgäste einstiegen. Beides ging auch ganz einfach.

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Im Zug gab es für chinesische Verhältnisse saubere Toiletten. Das war ein paar von uns ziemlich wichtig, denn nach 1 Woche machte sich der ein oder andere Durchfall bemerkbar. Unsere Sorge um Toiletten war also unberechtigt, sofern man mit den Klos zurecht kommt, die nur ein Loch im Boden haben. Wichtig: ihr müsst immer und überall Taschentücher dabei haben! In China gibt es auf den wenigsten öffentlichen Toiletten Klopapier! Und das wird auch nicht ins Klo geworfen – oder ins Loch – sondern in die Eimer die daneben stehen. Offene Eimer....da könnte ich jetzt Geschichten drüber erzählen....wollt ihr nur sicher nicht hören!

Die Kinder hatten ihren Spaß während der Zugfahrt. Endlich mal ungestört daddeln, dazu kamen sie in den Tagen in Xiamen kaum, da unser Zeitplan immer recht vollgestopft war mit Sightseeing und essen.

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Während der 2-stündigen Zugfahrt kam ein paar Mal eine Putzfrau vorbei, die den Boden wischte, eine Dame vom Catering verkaufte wie bei uns auch Knabbereien mit ihrem Kiosk-Wägelchen und wer Durst bekam, konnte sich an einer fest installierten Heißwasser-Quelle Teewasser zapfen.

Das ist für Chinesen übrigens ganz ganz wichtig. Überall sieht man diese Geräte, die in der Wand eingebaut sind und wo man sich seine Thermosflasche gratis mit heißem Wasser auffüllen kann. Zu dem Tee, den die Chinesen pausenlos trinken, möchte ich euch aber in ein paar Tagen mehr erzählen.

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Sunny hatte Sorge gehabt, daß wir nicht bei der richtigen Haltestelle aussteigen würden, da es mehrere gab mit dem Namen Fuzhou. Der Zug war aber sehr pünktlich, die Ankunftszeit stimmte mit der auf unseren Tickets überein. 
Zudem gab es ein Leuchtschild im Zug, auf dem die nächste Haltestelle angezeigt wurde. In chinesischen Schriftzeichen. Und in für uns verständlicher Schrift.

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Am Bahnhof in Fuzhou wurden wir von 2 Großcousins abgeholt. Direkt hinter der Sicherheitsabsperrung standen sie und warteten, denn bis zum Bahnsteig dürfen auch bei der Ankunft nur die Reisenden.

Wie gebrechliche Menschen so eine Zugfahrt in China meistern ist mir ein Rätsel, ich denke, man kann am Bahnhof für wenig Geld einen Kofferträger anheuern, der einem mit dem Gepäck hilft.

Unsere Chinareise ist hier noch nicht zu Ende. Ich habe noch einen Beitrag über Fuzhou, einen über das Essen und über unsere letzte Station in Peking mit Kindern möchte ich euch erzählen….

Viele Grüße,
Martina

Kommentare

  1. Liebe Martina,
    das hört sich echt crazy an! Total interessant, wie so "alltägliche" Abläufe in anderen Ländern dann doch wieder ganz anders sind. Bin schon gespannt auf deinen Post zu den Teetrinkern!
    LG Ina

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  2. das klingt ja echt cool! es ist schon immer wieder spannend zu erfahren, wie der alltag so in anderen Ländern abläuft - da ist man auch gut beraten, wenn man sich vorher schon informiert hat :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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  3. Total spannend geschrieben! Chinesische Zugfahrten kenne ich noch nicht, aber chinesische Toiletten! Aber auch in den hiesigen Zügen versuche ich stets, lieber dehydriert am Ziel anzukommen, bevor ich mich auf eine der Zugtoiletten begeben müsste...
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

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  4. Ich finde es so so crazy in China. Diese Menschenmassen, puh! Und dann noch mit Kindern? Hut ab! Respekt :-) Wir waren mal in Shanghai, sind da aber nur Taxi gefahren!

    Liebste Grüße,
    Sarah

    www.vintage-diary.com

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